Namensgebung

Namensgebung, Nomenklatur oder auch „Benamsung“ genannt, ist täglicher Teil der Arbeit in der Softwarebranche. Die Wichtigkeit eines sinnvollen Namens, unter dem alle Beteiligten dasselbe verstehen, wird oft in Büchern über Patterns betont. Uncle Bob hat in seinem Buch „Clean Code“ sogar ein ganzes Kapitel über „Meaningful Names“ geschrieben. Und trotzdem fällt in Abstimmungen von Schnittstellen oft der Satz: „Über den Namen können wir uns noch später einigen“.

Ein Beispiel, warum genaues Nachdenken über Namen wichtig ist:
Für eine Konsumentenbefragung wird ein Fragebogen modelliert, der mehrere Fragen mit Multiple-Choice Antworten enthält.

Homonym im Modell

Homonym im Modell

Soll neben dem Fragebogen auch das Befragungsergebnis des Konsumenten gespeichert werden, so besteht der ausgefüllte Fragebogen aus den gegebenen Antworten. Die hier zu modellierende Antwortklasse ist allerdings etwas anderes als die in dem Beispieldiagramm:
Ein Fragebogen enthält Fragen, die mehrere Antwortmöglichkeiten haben. Ein ausgefüllter Fragebogen besteht aus gegebenen Antworten.

Wörter, die mehrere Bedeutungen haben („Antwort“ im Beispiel), heißen Homonyme. Beim Modellieren ist peinlichst genau darauf zu achten, dass die einzelnen Bedeutungen durch sinnvolle Namensgebung deutlich gemacht werden.

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